LOOK. Offen für Fremdes - Künstlerische Kurzfilme und die Anerkennung von Vielfalt

Workshops

14:00 bis 16:00 Uhr

1.
DIFFERENT, BUT STILL THE SAME?!
Inter- und transkulturelles Lernen mit Kurzfilmen im Fremdsprachenunterricht

Der Einsatz von (Kurz-)Filmen birgt zahlreiche Potentiale für Lehr-  und Lernprozesse im Fremdsprachenunterricht. Im Bereich des inter- bzw. transkulturellen Lernens kann die Rezeption von Kurzfilmen dazu anregen, sich auf fremde und ungewohnte Erfahrungsperspektiven einzulassen und die eigenen Denkmuster kritisch zu reflektieren.

Der Workshop beleuchtet zum einen die didaktischen und methodischen Grundlagen im Umgang mit dem Medium und dem Genre Kurzfilm im Fremdsprachenunterricht. Zum anderen werden anhand ausgewählter Filme aus dem vor- und diesjährigen Festival konkrete Umsetzungsideen vorgestellt, ausprobiert und reflektiert.

Leitung: Katharina Delius, Lehrstuhl Englische Didaktik, Universität Göttingen


2. FREMDE BILDER, ANDERS SEHEN.
Wie Experimentalfilme unsere Wahrnehmung erweitern

Filme können Fenster zur Welt öffnen, von anderen Orten, Zeiten und Identitäten erzählen. Im Spielfilm wird eine Fremdheitserfahrung häufig auf der Ebene von Plot- und Figurenkonstruktionen vermittelt, Dokumentarfilme zeigen uns unbekannte Lebenswelten. Im Unterschied dazu siedeln experimentelle Filme Fremdheitserfahrungen unmittelbar auf der Ebene unserer Filmwahrnehmung an.

Anhand ausgewählter Filmbeispiele werden wir uns gemeinsam einem anderen Sehen und Hören aussetzen. Wir werden untersuchen, in welche Grenzbereiche Künstler*innen-Filme unsere Wahrnehmung führen. Wie verfremden und erweitern sie das Spektrum dessen, was und wie wir im Film wahrnehmen?

Leitung: Stefanie Schlüter, freie Filmvermittlerin und Filmwissenschaftlerin, Berlin  


3. YOUNG STRANGERS.
Filmische Fremderfahrungen in aktuellen Kurzfilmen

Die Ambivalenz der Fremderfahrung hat seit jeher Spuren in der Filmgeschichte hinterlassen. Abstoßende und zugleich faszinierende Bilder wurden entworfen, die unsere Schaulust am Fremden immer wieder bedient und geprägt haben.

Wie vermitteln aktuelle Kurzfilme die Fremderfahrungen ihrer jungen Protagonist*innen und mit welchen filmischen Mitteln wird versucht, Wahrnehmung und Wirkung des Fremden auf den Zuschauer zu übertragen? Im Rahmen des Workshops wird das Fremde in der Verschränkung von Heimwelt und Fremdwelt sowie im Netz des Verstehens und der Verständigung hinterfragt. Und wir gehen der Frage nach, wie in diesem Kontext Ausweglosigkeit oder Hoffnung zur Darstellung gebracht werden.

Leitung: Dr. Carsten Siehl, Filmwissenschaftler und Kurator,Bad Nauheim    


4. SCHULE DER WAHRNEHMUNG.
Kurzfilmanalyse im Deutschunterricht und anderswo

Was können Filme leisten, um Fremdheitserfahrungen nicht als bedrohlich, sondern als Bereicherungen des Lebens wahrzunehmen? Ein Großteil unserer Lebenserfahrungen wird durch audiovisuelle Medien bestimmt. Der Ansatz, Sekundärerfahrungen seien weniger wert als unmittelbar erlebte, wurde vielfach widerlegt.

Wollen wir nun mittels Kurzfilmen das Leben von Kindern und Jugendlichen um Fremdes bereichern, sollten wir uns zunächst vergewissern, wie deren subjektive Rezeption funktioniert. Es gibt kein richtiges Filmesehen. Wir können aber dabei helfen, in Filmen mehr zu erkennen und aus Filmen mehr zu lernen, indem wir das Publikum qualifizieren

Leitung: Dr. Peter Nowotny, Medienwissenschaftler, Fachbereich Sprachwissenschaft, Osnabrück  


5. BILDSPRACHE - BILDGESTALTUNG
Der Einsatz der Kamera

Film führt Menschen in Bildwelten, in Beschreibungen und Erzählungen hinein, die es ohne den Darstellungs- und Gestaltungswillen der Filmemacher*innen nicht gäbe. Wichtigstes Instrument zur Schaffung solch filmisch vermittelter Wirklichkeiten ist die Kamera: Was zeigt sie? Aus welcher Position und mit welcher Perspektive zeigt sie es? Welche Wirkung soll das haben?

In diesem Workshop wird anhand von Filmbeispielen der Frage nachgegangen, welche kamerabezogenen Gestaltungsmittel und technischen Entscheidungen gewählt worden sind, um die Inhalte bewusst zu unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Darstellung von männlichen Jugendlichen.

Leitung:
Conny Beißler, Kamerafrau und Dozentin für Bild- und Lichtgestaltung, Köln
Miguel Diaz, Leiter der Servicestelle Nationale Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees, Bielefeld

© 2018 Arbeitsstelle "Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW" – Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW

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