BLINDTEXT bringen Kindern und Jugendlichen kulturelle Angebote auch in der Schule nah, nicht zuletzt denen, die in Familie und Umfeld entsprechende Anregungen vermissen. Durch kulturelle Bildung wird der Lernort Schule immer mehr zum Lebensort

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Brigitte Schorn
Leitung
schorn@kulturellebildung-nrw.de
02191 794-374

Prävention und Schutzkonzepte

Kinder und Jugendliche müssen auch in Angeboten der kulturellen Bildung zuverlässig vor sexualisierter Gewalt und allen Arten von Grenzverletzungen geschützt sein. Die Orte der kulturellen Bildung nehmen sich selbst jedoch noch viel zu selten als Orte wahr, an denen es zu Missbrauch kommen könnte. Und doch ist präventives Denken und Handeln auch hier wichtig. Zugleich gilt es auch, für Anzeichen von Machtmissbrauch innerhalb der Gruppen oder außerhalb der Institutionen zu sensibilisieren und Sicherheit im Umgang mit der Situation zu schaffen.

Warum wir als Kulturakteur*innen Schutzkonzepte brauchen

Schutzkonzepte geben Handlungssicherheit

Schutzkonzepte in der kulturellen Bildung schaffen sichere Räume für Kinder und Jugendliche, in denen sie ihre kreativen Fähigkeiten entfalten und sich persönlich entwickeln können. Präventionsmaßnahmen in der kulturellen Bildung tragen dazu bei, dass junge Menschen Erfahrungen in Kunst und Kultur ohne Angst vor Gewalt oder Missbrauch machen können.

Aus diesem Grund engagieren sich viele Organisationen und Initiativen aktiv für die Sicherheit und das Wohl junger Menschen in der kulturellen Bildung. Sie entwickeln maßgeschneiderte Schutzkonzepte, die auf ihre spezifische Praxis zugeschnitten sind.

Ein Schutzkonzept richtet den Blick darauf, wie Kinder und Jugendliche vor jeglicher Form von Kindeswohlgefährdung geschützt bzw. unterstützt werden können, wenn sie davon betroffen sind. Schutzkonzepte sind notwendig, um Handlungssicherheit zu bieten. Sie sollten Schutzprozesse sein, die in die eigene Arbeit integriert werden und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Schutzkonzepte umfassen Präventionsmaßnahmen, die Aufarbeitung von Übergriffen und die Kommunikation mit Eltern und Kooperationspartnern. Sie sensibilisieren für das Thema Kindeswohlgefährdung und signalisieren potenziellen Tätern, dass achtsam gehandelt wird. Wichtig ist, dass Kulturakteur*innen nicht alleine handeln müssen, sondern auf gesetzliche Rahmenbedingungen und Unterstützungsstrukturen zurückgreifen können.

Ganztagsidee und ihre Realisierung

  • Unterschiedlichste Niveaus, Qualität,
  • Schwachstellen
  • Betreuung oder Bildung?
  • Vereinnahmung und Angst vor Verschulung

Die Frage ob dürfen, sollten wir nicht mehr stellen.

Finanzierung

  • Was kostet uns die Ganztagsbildung?
  • Was sollte sie uns wert sein?

Visionen für den Ganztag

  • Die Vernetzung für Bildung
  • Multiprofessionalität
  • Beteiligung von Lehrkräften, Ganztagsträgern, Kooperationspartnern, Eltern und Kindern
  • Langfristige, gemeinsame Planung
  • Absicherung der Künstler*innen
  • Qualifizierung